Es ist höchste Zeit mit einigen hartnäckigen Mythen rund um die Stadttaube aufzuräumen!

Mythos Nr. 1:
"Tauben können jede Menge gefährlicher Krankheiten auf Menschen übertragen."

Das stimmt nicht ganz! Tauben übertragen nicht mehr oder schlimmere Krankheiten als andere Vögel auch. Oder um es noch anders zu betrachten: Tauben sind weniger gefährlich als andere Haustiere, z.B. Hund oder Katze. Die nehmen Menschen auch mit ins Haus, fassen sie an oder nehmen sie sogar mit ins Bett. Fakt ist, dass eine Türklinke oder ein 5 – € – Schein deutlich gefährlicher für Menschen sind. Um dich bei einer Taube mit einer Erkrankung anzustecken müsstest du ein sehr schwaches Immunsystem haben und zusätzlich sehr häufig in getrocknetem Taubenkot wühlen. Und mal ganz ehrlich – wer macht das schon. Nicht mal wir Taubennerds. 😉 Wenn du eine Taube angefasst hast oder mit dem Kot in Kontakt gekommen bist, reicht es danach sich die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Wenn du ganz sicher sein willst, dann kannst du sie dir auch desinfizieren. Die meisten Krankheiten einer Taube sind jedoch wirtspezifisch. Das heißt, dass sie nur für Tauben oder andere Vögel ansteckend sind.

Also kein Grund zur Sorge. Sie sind keinesfalls die gefährlichen Bazillenschleudern, für die sie gehalten werden!

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Mythos Nr. 2:
"Tauben sind Wildtiere und können sich selbst versorgen. In der Stadt finden sie sowieso genug Futter."

Falsch! Unsere Stadttauben stammen von einst gezüchteten Haus- und Brieftauben ab. Wildtauben, wie z.B. die Ringel- und die Türkentaube, gibt es. Aber diese sind nicht vergleichbar mit der Stadttaube. Wildtauben haben einen Instinkt für die Futtersuche. Da unsere Stadttauben von Zuchttauben abstammen, haben sie diesen Sinn nicht mehr und sind immer noch auf die Hilfe durch den Menschen angewiesen. Essen, welches sie in der Stadt finden, ist kein artgerechtes Futter. Döner, Pommes, Kaugummis und Zigarettenstummel fressen sie aus Verzweiflung, da sie nichts anderes finden. Doch davon werden sie sehr krank. Auch Brot, Nüsse und Haferflocken sind keine gesunde Nahrung für eine Taube. Unsere Stadttauben können also leider nur wählen, ob sie den Hungertod oder an ihren Krankheiten sterben wollen. Die meisten Stadttauben sind stark unterernährt und erreichen nur ein Zehntel ihrer eigentlichen Lebenserwartung. Nicht schön, oder? Wir können den Tauben helfen, indem wir ihnen Taubenhäuser und Taubenschläge zur Verfügung stellen und sie dort artgerecht füttern. Dies ist eins unserer Vereinsziele. So holen wir die Tauben von der Straße und können uns um sie kümmern. Denn das ist unsere Verantwortung – da die Stadttauben und ihr Leid ein vom Menschen geschaffenes Problem ist.

A serene moment of hand-feeding a white pigeon in a vibrant outdoor setting.

Mythos Nr. 3:
"Taubenkot ist ätzend und richtet Schäden an Gebäuden und Denkmälern an."

Falsch! Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Taubenkot keinerlei Schäden an Gebäuden, Denkmälern oder Bausubstanzen hinterlasst. Der Taubenkot von artgerecht, gesund ernährten Vögeln ist fest und kann ohne Probleme und rückstandslos entfernt werden. Stadttauben sind jedoch gezwungen jede Menge Müll zu fressen. Dadurch bekommen sie Durchfall. Auch dieser beschädigt keine Bausubstanzen, ist jedoch wesentlich schwerer zu beseitigen. Lass uns einmal kurz logisch nachdenken: Wenn Taubenkot Stein zersetzen könnte, müssten wir uns dann nicht große Sorgen machen, wenn uns mal eine Taube auf die Schulter kackt?

Also keine Panik – bis jetzt hat noch kein Mensch seinen Arm durch Taubenkot verloren und noch kein Haus ist unter Taubenkot dahingeschmolzen! 😉

A stunning view of an ancient fortress with birds in flight against a clear sky.

Mythos Nr. 4:
"Tauben lassen sich durch Spikes und Netze vergrämen."

Falsch! Tauben sind sehr standorttreue Tiere. Sie werden sich mit Veränderungen an ihrem Lebensort – auch wenn es für sie gefährlich bis hin zu tödlich ist – arrangieren. Man kann Tauben nur „umsiedeln“ indem man ihnen einen attraktiveren Lebensplatz anbietet, wie z.B. in Taubenhäusern. Durch diese betreuten Taubenschläge könnte zudem auch die Geburtenrate durch Eiertausch reguliert werden. Sie stellen quasi ein Win – Win – Situation dar: der Mensch ist die Taube los und diese wiederum werden artgerecht versorgt und haben einen sicheren Zufluchtsort.

Wichtig: Um eine Taube loszuwerden kann man sie nicht einfach einfangen und irgendwo anders aussetzen. Sie wird zu ihrem Standort zurückfliegen. Denn wenn man eine Taube fängt, bleibt der Partner zurück, schon das reicht der Taube als Grund aus, um zurück zu kommen. Außerdem darf man aus tierschutzrechtlichen Gründen Nester von Tauben nur entfernen, wenn sich weder Vögel, Eier noch Küken darin befinden. Alles andere ist eine Ordnungswidrigkeit und kann unter bestimmten Umständen sogar als Straftat geahndet werden, da es ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt darstellt.

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Mythos Nr. 5:
"Tauben brüten mehr, wenn man sie füttert."

Falsch! Dieser Mythos soll darauf abzielen, dass Tauben häufiger Eier legen, wenn sie ein breites Nahrungsangebot an ihrem Standort zur Verfügung haben. Diese beiden Faktoren stehen jedoch in keinerlei Zusammenhang miteinander. Das häufige, mehrfache Brüten wurde den Tauben einst angezüchtet – es sollte ja möglichst schnell Nachschub an Tieren geben. Dieses Brutverhalten haben die Tauben beibehalten. Sie brüten bis zu acht Mal im Jahr und legen jedes Mal ein bis zwei Eier. Dies tun sie völlig unabhängig davon, ob sie nun viel oder wenig Futter finden. Allerdings sorgt ein Mangel an Nahrung dafür, dass die Tauben weder sich, noch ihre Küken ausreichend versorgen können. Unterernährte Tauben – egal ob Adult oder Küken – haben ein schwächeres Immunsystem. Die Küken verenden also noch bevor ihr Leben richtig begonnen hat entweder an Krankheiten oder am Hungertod. Beides ist mit Qualen verbunden. Indem wir die Vögel also einfach nicht mehr füttern, sorgen wir nicht dafür, dass sie weniger brüten, sondern lediglich dafür, dass die Tiere qualvoll sterben. Und jedem mitfühlenden, intelligenten Wesen sollte klar sein: das kann nicht die Lösung sein.

Pigeon fluttering while feeding on seeds from a person's hand in a park.
A close-up of a pigeon landing on a human hand for feeding in an urban setting.

Es ist höchste Zeit mit einigen hartnäckigen Mythen rund um die Stadttaube aufzuräumen!

Mythos Nr. 1:
"Tauben können jede Menge gefährlicher Krankheiten auf Menschen übertragen."

Das stimmt nicht ganz! Tauben übertragen nicht mehr oder schlimmere Krankheiten als andere Vögel auch. Oder um es noch anders zu betrachten: Tauben sind weniger gefährlich als andere Haustiere, z.B. Hund oder Katze. Die nehmen Menschen auch mit ins Haus, fassen sie an oder nehmen sie sogar mit ins Bett. Fakt ist, dass eine Türklinke oder ein 5 – € – Schein deutlich gefährlicher für Menschen sind. Um dich bei einer Taube mit einer Erkrankung anzustecken müsstest du ein sehr schwaches Immunsystem haben und zusätzlich sehr häufig in getrocknetem Taubenkot wühlen. Und mal ganz ehrlich – wer macht das schon. Nicht mal wir Taubennerds. 😉 Wenn du eine Taube angefasst hast oder mit dem Kot in Kontakt gekommen bist, reicht es danach sich die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Wenn du ganz sicher sein willst, dann kannst du sie dir auch desinfizieren. Die meisten Krankheiten einer Taube sind jedoch wirtspezifisch. Das heißt, dass sie nur für Tauben oder andere Vögel ansteckend sind.

Also kein Grund zur Sorge. Sie sind keinesfalls die gefährlichen Bazillenschleudern, für die sie gehalten werden!

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A serene moment of hand-feeding a white pigeon in a vibrant outdoor setting.

Mythos Nr. 2:
"Tauben sind Wildtiere und können sich selbst versorgen. In der Stadt finden sie sowieso genug Futter."

Falsch! Unsere Stadttauben stammen von einst gezüchteten Haus- und Brieftauben ab. Wildtauben, wie z.B. die Ringel- und die Türkentaube, gibt es. Aber diese sind nicht vergleichbar mit der Stadttaube. Wildtauben haben einen Instinkt für die Futtersuche. Da unsere Stadttauben von Zuchttauben abstammen, haben sie diesen Sinn nicht mehr und sind immer noch auf die Hilfe durch den Menschen angewiesen. Essen, welches sie in der Stadt finden, ist kein artgerechtes Futter. Döner, Pommes, Kaugummis und Zigarettenstummel fressen sie aus Verzweiflung, da sie nichts anderes finden. Doch davon werden sie sehr krank. Auch Brot, Nüsse und Haferflocken sind keine gesunde Nahrung für eine Taube. Unsere Stadttauben können also leider nur wählen, ob sie den Hungertod oder an ihren Krankheiten sterben wollen. Die meisten Stadttauben sind stark unterernährt und erreichen nur ein Zehntel ihrer eigentlichen Lebenserwartung. Nicht schön, oder? Wir können den Tauben helfen, indem wir ihnen Taubenhäuser und Taubenschläge zur Verfügung stellen und sie dort artgerecht füttern. Dies ist eins unserer Vereinsziele. So holen wir die Tauben von der Straße und können uns um sie kümmern. Denn das ist unsere Verantwortung – da die Stadttauben und ihr Leid ein vom Menschen geschaffenes Problem ist.

Mythos Nr. 3:
"Taubenkot ist ätzend und richtet Schäden an Gebäuden und Denkmälern an."

Falsch! Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Taubenkot keinerlei Schäden an Gebäuden, Denkmälern oder Bausubstanzen hinterlasst. Der Taubenkot von artgerecht, gesund ernährten Vögeln ist fest und kann ohne Probleme und rückstandslos entfernt werden. Stadttauben sind jedoch gezwungen jede Menge Müll zu fressen. Dadurch bekommen sie Durchfall. Auch dieser beschädigt keine Bausubstanzen, ist jedoch wesentlich schwerer zu beseitigen. Lass uns einmal kurz logisch nachdenken: Wenn Taubenkot Stein zersetzen könnte, müssten wir uns dann nicht große Sorgen machen, wenn uns mal eine Taube auf die Schulter kackt?

Also keine Panik – bis jetzt hat noch kein Mensch seinen Arm durch Taubenkot verloren und noch kein Haus ist unter Taubenkot dahingeschmolzen! 😉

A stunning view of an ancient fortress with birds in flight against a clear sky.

Mythos Nr. 4:
"Tauben lassen sich durch Spikes und Netze vergrämen."

Falsch! Tauben sind sehr standorttreue Tiere. Sie werden sich mit Veränderungen an ihrem Lebensort – auch wenn es für sie gefährlich bis hin zu tödlich ist – arrangieren. Man kann Tauben nur „umsiedeln“ indem man ihnen einen attraktiveren Lebensplatz anbietet, wie z.B. in Taubenhäusern. Durch diese betreuten Taubenschläge könnte zudem auch die Geburtenrate durch Eiertausch reguliert werden. Sie stellen quasi ein Win – Win – Situation dar: der Mensch ist die Taube los und diese wiederum werden artgerecht versorgt und haben einen sicheren Zufluchtsort.

Wichtig: Um eine Taube loszuwerden kann man sie nicht einfach einfangen und irgendwo anders aussetzen. Sie wird zu ihrem Standort zurückfliegen. Denn wenn man eine Taube fängt, bleibt der Partner zurück, schon das reicht der Taube als Grund aus, um zurück zu kommen. Außerdem darf man aus tierschutzrechtlichen Gründen Nester von Tauben nur entfernen, wenn sich weder Vögel, Eier noch Küken darin befinden. Alles andere ist eine Ordnungswidrigkeit und kann unter bestimmten Umständen sogar als Straftat geahndet werden, da es ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt darstellt.

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Mythos Nr. 5:
"Tauben brüten mehr, wenn man sie füttert."

Falsch! Dieser Mythos soll darauf abzielen, dass Tauben häufiger Eier legen, wenn sie ein breites Nahrungsangebot an ihrem Standort zur Verfügung haben. Diese beiden Faktoren stehen jedoch in keinerlei Zusammenhang miteinander. Das häufige, mehrfache Brüten wurde den Tauben einst angezüchtet – es sollte ja möglichst schnell Nachschub an Tieren geben. Dieses Brutverhalten haben die Tauben beibehalten. Sie brüten bis zu acht Mal im Jahr und legen jedes Mal ein bis zwei Eier. Dies tun sie völlig unabhängig davon, ob sie nun viel oder wenig Futter finden. Allerdings sorgt ein Mangel an Nahrung dafür, dass die Tauben weder sich, noch ihre Küken ausreichend versorgen können. Unterernährte Tauben – egal ob Adult oder Küken – haben ein schwächeres Immunsystem. Die Küken verenden also noch bevor ihr Leben richtig begonnen hat entweder an Krankheiten oder am Hungertod. Beides ist mit Qualen verbunden. Indem wir die Vögel also einfach nicht mehr füttern, sorgen wir nicht dafür, dass sie weniger brüten, sondern lediglich dafür, dass die Tiere qualvoll sterben. Und jedem mitfühlenden, intelligenten Wesen sollte klar sein: das kann nicht die Lösung sein.

Pigeon fluttering while feeding on seeds from a person's hand in a park.
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