Wer hockt denn gerade auf unseren Pflegestellen...?

Hier stellen wir dir kurz unsere aktuellen Pfleglinge vor. So bekommst du vielleicht auch einen kleinen Einblick in die Realität des Taubenpäppelns. 😉

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Flauschi

Flauschi saß an einem regnerischen, stürmischen Tag in einer Gasse am Rathaus. Dort sind immer mehrere Tauben unterwegs, doch Flauschi war der einzige, der nicht wegflog, als sich die Finderin mit ihrem Hund näherte. Schnell setzte sie einen Notruf bei uns ab und unser Rescue-Team war zum Glück schnell vor Ort. Flauschi ließ sich anstandslos aufsammeln. Vermutlich ist er durch den starken Wind irgendwo am Rathaus gegen geflogen und hat somit ein Anflugtrauma. Dieses wird jetzt fachkundig behandelt und er darf sich auf einer Pflegestelle ausruhen. Das Wetter in dieser stürmischen, kalten Jahreszeit macht den Stadttauben, welche sowieso meist schon geschwächt sind durch zu wenig Futter, schwer zu schaffen. Gut, dass es aufmerksame Finder gibt, die diesen kleinen Patienten schnell helfen.

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Melinda

Melindas Finderin hatte mehrfach versucht, uns zu erreichen. Doch da wir zu diesem Zeitpunkt mit anderen Pfleglingen beschäftigt waren, erreichte uns ihr Notruf leider verspätet. In Görlitz-Nord, an der Kö-Passage, hatte ein Bussard versucht, eine Taube zu schlagen. Die mutige Finderin schreckte den Greifvogel jedoch ab – tatsächlich ließ der Bussard von seinem Opfer ab. Melinda, völlig erschöpft und panisch, schleppte sich daraufhin in ein nahegelegenes Gebüsch. Aus Sorge, ihr durch falsches Handling zu schaden, und aufgrund ihrer Unsicherheit wegen möglicher Vogelgrippe, traute sich die Finderin nicht, die Taube selbst aufzunehmen. Dennoch blieb sie die ganze Zeit in Melindas Nähe, um uns nach unserer Ankunft sofort zeigen zu können, wo sich die kleine Taube versteckt hatte. Melinda hatte großes Glück im Unglück: Sie war extrem untergewichtig und hätte vermutlich in naher Zukunft den Hungertod erlitten, selbst wenn der Bussard sie nicht erwischt hätte. Der Angriff hatte ihr zum Glück keine schweren äußeren Verletzungen zugefügt, aber ein deutliches Trauma hinterlassen. Jetzt darf Melinda bei uns in Ruhe genesen. Sie bekommt gutes Futter, Sicherheit und viel Zeit, um sich zu erholen. Ausziehen darf sie erst, wenn sie wieder ein gesundes, stabiles Gewicht erreicht hat.

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MadEyeMoody

MadEyeMoody ist noch ein recht kleines Jungtier und kam über einen kleinen Umweg zu uns. Seine Finderin stellte ihn bei unserem Tierarzt vor, der glücklicherweise keine äußeren Verletzungen feststellen konnte. Allerdings war der Kleine viel zu dünn, und bei dem aktuell alles andere als gnädigen Wetter war klar: Draußen hätte er kaum eine Chance gehabt. Also kontaktierte man uns, und MadEyeMoody zog kurzerhand bei uns ein. Ihr fragt euch, woher sein Name kommt? In Harry Potter ist Mad-Eye Moody ein knurriger Hogwarts-Professor mit einem verrückten magischen Auge, der in seinem ersten Filmauftritt ständig einen Zaubertrank trinkt und zeitweise in einer Holzkiste gefangen gehalten wird. Und tja … erstaunlich vieles davon trifft auch auf unsere kleine Taube zu. MadEyeMoody hat ein eingetrübtes Auge, das ihm einen permanent leicht „crazy“ Blick verleiht. Er wird aktuell von uns gegen seinen Willen in einer Kiste festgehalten, meckert gern vor sich hin und trinkt aufgrund einiger innerer Plagegeister ungewöhnlich viel. Deswegen war sich die Pflegestelle schnell sicher: Der Name passt einfach perfekt. Trotz seines knurrigen Auftretens ist MadEyeMoody absolut niedlich. Nun darf er sich in Ruhe erholen und wieder zu Kräften kommen. Sobald er stabil und gesund genug ist, werden wir schauen, ob eine Auswilderung möglich ist oder ob er durch seine einseitige Erblindung dauerhaft mehr menschliche Unterstützung braucht. Bis dahin zaubert sich der kleine Mann ganz langsam zurück ins Leben.

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Sura

Dass Sura überhaupt noch lebt, grenzt an ein Wunder. Sie ist eine echte Kämpferin – unfassbar stark und unglaublich tapfer. Wir wurden von einem Paar kontaktiert, das in seinem Hauseingang ein stark blutendes Täubchen entdeckt hatte. Alles war voller Blut. Unsere Fänger machten sich sofort auf den Weg und trafen sich vor Ort. Und ja – es war tatsächlich erschreckend viel Blut. Es tropfte aus dem kleinen Körper wie aus einem Wasserhahn. In solchen Momenten sind Ruhe und Eile gleichzeitig gefragt: Ruhe, um dem Täubchen keinen zusätzlichen Stress zu machen. Eile, weil sie kurz davor war, zu verbluten. Vögel haben nur sehr wenig Blut in ihren kleinen Körpern – ein so massiver Blutverlust ist akut lebensbedrohlich. Trotzdem wagten unsere Fänger einen kurzen Blick in die Umgebung und entdeckten einen aufgeregt kreisenden Sperber. Offenbar hatte Sura sich in einem wilden Kampf gegen ihn gewehrt – und sich tatsächlich selbst gerettet. Allein dieser Gedanke ist überwältigend. Anschließend ging alles ganz schnell: Abtransport, sofortige Versorgung, Infusionen und Elektrolyte zum Ausgleich des Blutverlustes, Versorgung der offenen Wunden. Der Sperber hatte sie mehrfach aufgeschlitzt. Dazu kamen Schmerzmittel und ein Antibiotikum, um möglichen Infektionen vorzubeugen. Und dann geschah das nächste Wunder: Sura hat es geschafft. Ihre Wunden heilen langsam, aber stetig, und es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Sura ist eine beringte Brieftaube, und wir hoffen sehr, dass sie nach vollständiger Genesung – trotz dieser schweren Verletzungen – wieder zu ihrer Besitzerin zurückkehren kann. Eine echte Kämpferin. Eine Überlebende.

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Trudi

Das ist Trudi – eine tschechische Brieftaube mit großem Kämpferherz. Sie wurde von einer aufmerksamen Finderin zu uns gebracht, nachdem sie von einer Katze angegriffen worden war. Zum Glück ließ die Katze Trudi wieder los, sodass die Finderin nicht zögerte und das verletzte Täubchen sofort sicherte und zu uns brachte. Trudi hatte einige oberflächliche Wunden und leider auch ein Problem mit ihrem Flügel. Dieser muss nun in Ruhe verheilen. Im Moment können wir noch nicht sagen, ob Trudi später wieder richtig fliegen können wird – das wird die Zeit zeigen. Trotz allem ist Trudi sehr aktiv und zeigt sich als echte kleine Kämpferin. Sie hat einen starken Willen und gibt nicht auf. Jetzt bekommt sie bei uns die Zeit, Pflege und Ruhe, die sie braucht, um sich zu erholen. Wir drücken der tapferen Trudi fest die Daumen und werden sehen, was die Zeit bringt. 

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Lufthansi

Das ist Lufthansi. Der kleine Pechvogel flog gegen die Scheibe eines Kleidungsgeschäfts und suchte anschließend verletzt Schutz im Laden. Die Situation überforderte die Anwesenden jedoch sehr, sodass ein Kunde die Taube kurzerhand wieder nach draußen trug. Leider wusste danach niemand, wohin er Lufthansi gebracht hatte. Die Mitarbeiter des Geschäfts kontaktierten uns, weil sie helfen wollten – doch zunächst wussten wir nicht, wo sich die Taube befand und konnten daher nichts tun. Einige Zeit später meldete sich glücklicherweise ein aufmerksamer Passant bei uns: In der Nähe des Geschäfts saß eine verletzte Taube. Der Mann blieb vor Ort, bis wir ankamen – und tatsächlich handelte es sich um dieselbe Taube. So konnten wir Lufthansi endlich sichern und versorgen. Lufthansi hat ein starkes Anflugtrauma und mehrere Verletzungen. Ein Auge ist stark lädiert, momentan ist er nahezu blind. Dennoch kämpft er tapfer: Er verträgt seine Infusion gut und hat unter Schmerzmitteln bereits die ersten Nächte überstanden. Mit jedem Tag wird er wieder etwas wehrhafter. Wir hoffen sehr, dass sich sein Zustand weiter stabilisiert und geben alles, damit Lufthansi eine Chance bekommt.

Wer hockt denn gerade auf unseren Pflegestellen...?

Hier stellen wir dir kurz unsere aktuellen Pfleglinge vor. So bekommst du vielleicht auch einen kleinen Einblick in die Realität des Taubenpäppelns. 😉

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Flauschi

Flauschi saß an einem regnerischen, stürmischen Tag in einer Gasse am Rathaus. Dort sind immer mehrere Tauben unterwegs, doch Flauschi war der einzige, der nicht wegflog, als sich die Finderin mit ihrem Hund näherte. Schnell setzte sie einen Notruf bei uns ab und unser Rescue-Team war zum Glück schnell vor Ort. Flauschi ließ sich anstandslos aufsammeln. Vermutlich ist er durch den starken Wind irgendwo am Rathaus gegen geflogen und hat somit ein Anflugtrauma. Dieses wird jetzt fachkundig behandelt und er darf sich auf einer Pflegestelle ausruhen. Das Wetter in dieser stürmischen, kalten Jahreszeit macht den Stadttauben, welche sowieso meist schon geschwächt sind durch zu wenig Futter, schwer zu schaffen. Gut, dass es aufmerksame Finder gibt, die diesen kleinen Patienten schnell helfen.

melinda

Melinda

Melindas Finderin hatte mehrfach versucht, uns zu erreichen. Doch da wir zu diesem Zeitpunkt mit anderen Pfleglingen beschäftigt waren, erreichte uns ihr Notruf leider verspätet. In Görlitz-Nord, an der Kö-Passage, hatte ein Bussard versucht, eine Taube zu schlagen. Die mutige Finderin schreckte den Greifvogel jedoch ab – tatsächlich ließ der Bussard von seinem Opfer ab. Melinda, völlig erschöpft und panisch, schleppte sich daraufhin in ein nahegelegenes Gebüsch. Aus Sorge, ihr durch falsches Handling zu schaden, und aufgrund ihrer Unsicherheit wegen möglicher Vogelgrippe, traute sich die Finderin nicht, die Taube selbst aufzunehmen. Dennoch blieb sie die ganze Zeit in Melindas Nähe, um uns nach unserer Ankunft sofort zeigen zu können, wo sich die kleine Taube versteckt hatte. Melinda hatte großes Glück im Unglück: Sie war extrem untergewichtig und hätte vermutlich in naher Zukunft den Hungertod erlitten, selbst wenn der Bussard sie nicht erwischt hätte. Der Angriff hatte ihr zum Glück keine schweren äußeren Verletzungen zugefügt, aber ein deutliches Trauma hinterlassen. Jetzt darf Melinda bei uns in Ruhe genesen. Sie bekommt gutes Futter, Sicherheit und viel Zeit, um sich zu erholen. Ausziehen darf sie erst, wenn sie wieder ein gesundes, stabiles Gewicht erreicht hat.

madeye

MadEyeMoody

MadEyeMoody ist noch ein recht kleines Jungtier und kam über einen kleinen Umweg zu uns. Seine Finderin stellte ihn bei unserem Tierarzt vor, der glücklicherweise keine äußeren Verletzungen feststellen konnte. Allerdings war der Kleine viel zu dünn, und bei dem aktuell alles andere als gnädigen Wetter war klar: Draußen hätte er kaum eine Chance gehabt. Also kontaktierte man uns, und MadEyeMoody zog kurzerhand bei uns ein. Ihr fragt euch, woher sein Name kommt? In Harry Potter ist Mad-Eye Moody ein knurriger Hogwarts-Professor mit einem verrückten magischen Auge, der in seinem ersten Filmauftritt ständig einen Zaubertrank trinkt und zeitweise in einer Holzkiste gefangen gehalten wird. Und tja … erstaunlich vieles davon trifft auch auf unsere kleine Taube zu. MadEyeMoody hat ein eingetrübtes Auge, das ihm einen permanent leicht „crazy“ Blick verleiht. Er wird aktuell von uns gegen seinen Willen in einer Kiste festgehalten, meckert gern vor sich hin und trinkt aufgrund einiger innerer Plagegeister ungewöhnlich viel. Deswegen war sich die Pflegestelle schnell sicher: Der Name passt einfach perfekt. Trotz seines knurrigen Auftretens ist MadEyeMoody absolut niedlich. Nun darf er sich in Ruhe erholen und wieder zu Kräften kommen. Sobald er stabil und gesund genug ist, werden wir schauen, ob eine Auswilderung möglich ist oder ob er durch seine einseitige Erblindung dauerhaft mehr menschliche Unterstützung braucht. Bis dahin zaubert sich der kleine Mann ganz langsam zurück ins Leben.

sura

Sura

Dass Sura überhaupt noch lebt, grenzt an ein Wunder. Sie ist eine echte Kämpferin – unfassbar stark und unglaublich tapfer. Wir wurden von einem Paar kontaktiert, das in seinem Hauseingang ein stark blutendes Täubchen entdeckt hatte. Alles war voller Blut. Unsere Fänger machten sich sofort auf den Weg und trafen sich vor Ort. Und ja – es war tatsächlich erschreckend viel Blut. Es tropfte aus dem kleinen Körper wie aus einem Wasserhahn. In solchen Momenten sind Ruhe und Eile gleichzeitig gefragt: Ruhe, um dem Täubchen keinen zusätzlichen Stress zu machen. Eile, weil sie kurz davor war, zu verbluten. Vögel haben nur sehr wenig Blut in ihren kleinen Körpern – ein so massiver Blutverlust ist akut lebensbedrohlich. Trotzdem wagten unsere Fänger einen kurzen Blick in die Umgebung und entdeckten einen aufgeregt kreisenden Sperber. Offenbar hatte Sura sich in einem wilden Kampf gegen ihn gewehrt – und sich tatsächlich selbst gerettet. Allein dieser Gedanke ist überwältigend. Anschließend ging alles ganz schnell: Abtransport, sofortige Versorgung, Infusionen und Elektrolyte zum Ausgleich des Blutverlustes, Versorgung der offenen Wunden. Der Sperber hatte sie mehrfach aufgeschlitzt. Dazu kamen Schmerzmittel und ein Antibiotikum, um möglichen Infektionen vorzubeugen. Und dann geschah das nächste Wunder: Sura hat es geschafft. Ihre Wunden heilen langsam, aber stetig, und es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Sura ist eine beringte Brieftaube, und wir hoffen sehr, dass sie nach vollständiger Genesung – trotz dieser schweren Verletzungen – wieder zu ihrer Besitzerin zurückkehren kann. Eine echte Kämpferin. Eine Überlebende.

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Trudi

Das ist Trudi – eine tschechische Brieftaube mit großem Kämpferherz. Sie wurde von einer aufmerksamen Finderin zu uns gebracht, nachdem sie von einer Katze angegriffen worden war. Zum Glück ließ die Katze Trudi wieder los, sodass die Finderin nicht zögerte und das verletzte Täubchen sofort sicherte und zu uns brachte. Trudi hatte einige oberflächliche Wunden und leider auch ein Problem mit ihrem Flügel. Dieser muss nun in Ruhe verheilen. Im Moment können wir noch nicht sagen, ob Trudi später wieder richtig fliegen können wird – das wird die Zeit zeigen. Trotz allem ist Trudi sehr aktiv und zeigt sich als echte kleine Kämpferin. Sie hat einen starken Willen und gibt nicht auf. Jetzt bekommt sie bei uns die Zeit, Pflege und Ruhe, die sie braucht, um sich zu erholen. Wir drücken der tapferen Trudi fest die Daumen und werden sehen, was die Zeit bringt. 

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Lufthansi

Das ist Lufthansi. Der kleine Pechvogel flog gegen die Scheibe eines Kleidungsgeschäfts und suchte anschließend verletzt Schutz im Laden. Die Situation überforderte die Anwesenden jedoch sehr, sodass ein Kunde die Taube kurzerhand wieder nach draußen trug. Leider wusste danach niemand, wohin er Lufthansi gebracht hatte. Die Mitarbeiter des Geschäfts kontaktierten uns, weil sie helfen wollten – doch zunächst wussten wir nicht, wo sich die Taube befand und konnten daher nichts tun. Einige Zeit später meldete sich glücklicherweise ein aufmerksamer Passant bei uns: In der Nähe des Geschäfts saß eine verletzte Taube. Der Mann blieb vor Ort, bis wir ankamen – und tatsächlich handelte es sich um dieselbe Taube. So konnten wir Lufthansi endlich sichern und versorgen. Lufthansi hat ein starkes Anflugtrauma und mehrere Verletzungen. Ein Auge ist stark lädiert, momentan ist er nahezu blind. Dennoch kämpft er tapfer: Er verträgt seine Infusion gut und hat unter Schmerzmitteln bereits die ersten Nächte überstanden. Mit jedem Tag wird er wieder etwas wehrhafter. Wir hoffen sehr, dass sich sein Zustand weiter stabilisiert und geben alles, damit Lufthansi eine Chance bekommt.

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